CHRISTIAN KÜCHLER
 


Schwammtechnik


Pinsel und Stahlfeder waren bis zu den frühen 0er-Jahren des neuen Jahrhunderts das klassische Werkzeug um die Malgründe von Büttenpapier, Holzfaserplatte oder mit Leinen bespannte Keilrahmen mit den beabsichtigten Motiven zu versehen.

Airbrush wäre eine Option gewesen, doch verschiedene Faktoren zogen mich zum Naturschwamm. Was mit der Zeit neben den hunderten von Pinseln auch eine ansehnliche Sammlung aller Arten von Naturschwämmen mit sich brachte. Dies wiederum war, wie bei den Haar und Borstenpinseln von höherer Qualität ebenso eine kostspielige Inverstition, da diese Naturschwämme an ihren natürlichen Habitaten überall auf der Welt bereits sehr bedroht sind.

Die Arbeit mit verschiedenen Schwämmen, also vom feinstporigen bis zum wuchtigen grosporigen mit sehr grober Struktur, hatte gegenüber dem Airbrush verschiedene Vorteile. Zunächst ist mit den feinporigen Kosmetikschwämmchen möglich ebenso stufenlose Übergänge zu erzeugen, wie mit einer Airbrush-Anlage. Und doch kann man mit den Grobporigen wunderbar ausdrucksstarke Strukturen erzeugen, die mehr als nur dekorativ sind.

Die sogenannte Sponge-Phase dauerde einige Jahre und wurde dann von der Spachtel-Technik abgelöst, welche ebenfalls ein sehr intuitives und angenehm meditatives Arbeiten ermöglichte.